Integrationsberatung für Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjet Union

Das Projekt „Integrationsberatung für Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjet Union“ wird bei unserem Integrationszentrum schon das zweite Mal durchgeführt.

Der Zweck des Projektes besteht darin, die Integration russischsprachiger Zuwanderer durch gezielte personelle Beratung zu fördern. Es handelt sich dabei um Sozial-, Psychologie-, Rechts-, EDV-, Bildungs-, Arbeits-, Existenzgründungsberatung, sowie Beratung und Begleitung innerhalb der Polizei.

Als Basis für das vorbereitete Beratungsprogramm dienen uns zahlreiche Anfragen und Vorschläge der Leser an die Redaktion, die während der siebenjährigen Existenz der Zeitschrift gesammelt wurden. Wie festgestellt wurde, brauchen die Zuwandererfamilien Beratung und Unterstützung in verschiedenen Bereichen des alltäglichen Lebens. Die am häufigsten  gestellten Fragen wurden entsprechend bestimmten Bereichen zugeordnet.

Der Verlaufs des Projektes „Integrationsberatung für Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjet Union“ zeigt erfolgreiche Zwischenergebnisse. Es wurden mehr als 300 Beratungen aus den Bereichen Soziales,  Arbeit und Bildung,  Rechts, Angelegenheiten der Jugendgerichtshilfe und Polizei, Familienhilfe im Psychologischen Bereich,  EDV-Beratung durchgeführt. Die meisten der gestellten Fragen  bezogen sich auf Bildungs- und Arbeitsperspektiven von Migranten, der sozialen Absicherung durch ALG 2 und Grundsicherung sowie Rechtsthemen. Es wurden auch mehrmals Beratungen in Verbindung mit Problemen der alkohol- und Drogensucht durchgeführt. Es gab auch Fragen an die Polizei oder das Gericht. Außerdem zeigte sich großes Interesse  an Beratungen im EDV- Bereich. Viele Migranten haben Verwandte und Bekannte in anderen Städten Deutschlands sowie in ihren Heimatländern. E-Mail- und Skype – Kommunikation  sind effektive und unaufwendige Wege andere Menschen uneingeschränkt zu kontaktieren. Jedoch haben viele Migranten sehr eingeschränkte Kenntnisse und Erfahrungen im  EDV-Bereich. Deswegen waren Beratungen auch in diesem Bereich sehr gefragt. Die erste Beratung wurde jedes Mal telefonisch durchgeführt (Anmeldung: Mo. 18 – 20; Fr. 16 – 18 per Tel.: 0511 76363255), die weiteren Beratungen (nach Bedarf)  fanden im Mietraum des Integrationszentrums statt. Wir haben uns nochmals davon überzeugen können, dass kostenlose Beratungen auf der jeweiligen Heimatsprache zur  Entschärfung der Probleme der Migranten und dementsprechend auch zur Erhöhung  ihrer Lebensqualität beitragen.

Wir Danken herzlich der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung für die Unterstützung unseres Projektes.

Dr. Juri Pilevski